Zwischenstand Sommer 2013

Lange hat es gedauert, bis die ersten Tomaten ausgereift sind. Ab dieser Woche ist es nun endlich soweit und die Ernte kann beginnen. Leider hat sich mein Verdacht bestätigt, dass ich heuer fast ausschließlich rote Cocktailtomaten angebaut habe. Sind nicht schlecht, aber dem Tomatensalat fehlen einfach die Farbtupfen.

Begeistern konnten mich heuer 3 Melanzani-Pflanzen. So viele Früchte wie heuer habe ich bisher noch nie geerntet. Dafür lassen die Gurken nach zwischenzeitlich hohem Ertrag nun wieder lange auf sich warten. Zuchinis fruchteten wie gewohnt gut, die Kürbis können bisher als Sorgenkinder bezeichnet werden. Nur spärlicher Fruchtansatz.

Alles in allem bin ich mit dem Gartenjahr 2013 zufrieden.

Gartenjahr 2013

Lange, lange ist es her, dass der letzte Beitrag verfasst wurde. Was ist seither gartentechnisch geschehen? Nachdem mein Sohn weiß, wie er mich beschäftigt, sind größere Gartenprojekte zur Zeit auf Eis gelegt. Auch eine berufliche Veränderung bzw. Ergänzung sorgte dafür, dass ich meinem Hobby nicht mehr so intensiv wie in den Jahren zuvor nachgehen konnte. Selbst die eigene Anzucht wurde eingestellt. Keine Tomaten und keine Chili in der verweisten Anzuchtstation zu finden.
Aus Zeitgrunden wollte ich beim Arche Noah Raritätenmarkt Pflanzen kaufen. Aber wie es der Zufall so wollte, habe ich den Termin verschwitzt. War aber nicht wirklich tragisch, denn die Arche Noah bietet ja eh jedes Jahr die gleichen Pflanzen an – und da habe ich ja zumindest bei den Tomaten, Paprika und Chilis schon alle mindestens einmal angebaut. Neue Sorten finden sich dort leider nicht – sie haben hunderte Sorten im Sortenhandbuch und verkaufen immer nur die Gleichen. Soviel zum Thema Vielfalt.

Zum Glück gab es da aber noch den Jungpflanzenverkauf bei Margit, die für mich neue Sorten in einem einmaligem Ambiente bei herrlichem Wetter und kulinarischen Leckerbissen anbot.

Nachdem ich im Gewächshaus und auf der Terrasse die Pflanzen gesetzt habe, mußte ich jedoch feststellen, dass ich bei der Sortenwahl einfach keinen Plan hatte. Fast ausschließlich rote Cocktailtomaten! Fleischtomaten sind Mangelware! Als Projektleiter sollten mir solche elementaren Fehler nicht passieren.

-stefan –

Update

Eines vorweg: Noch nie in meiner gärtnerischen Laufbahn habe ich für den Anbau meiner Tomaten und Chilis weniger Zeit investiert wie heuer: Die Jungpflanzen wurden  gekauft, schnell ins Gewächshaus gesetzt, die Bewässerungsanlage mit Tröpfchensystem installiert, Schnüre gespannt und die Pflanzen sich selbst überlassen. Nach gut 2 Wochen bemerkte ich, dass ich vergessen hatte, den Bewässerungscomputer zu programmieren. War aber egal- die Pflanzen überlebten. Mit einem 4-Monate alten Sohn kommt man gartentechnisch zu gar nichts mehr. Selbst Rasenmähen ist zeitlich schon ein Problem. Und so vernachlässigte ich meine Tomaten komplett. Teilweise war ich 2 Wochen gar nicht im Gewächshaus und habe auch nicht bemerkt, dass ausgerechnet in einer Hitzeperiode das Tropfenbewässerungssystem seinen Geist aufgegeben hat, da es irgendwie verstopfte.  Ärgerlich- zwar hatte ich Einbußen, aber alle haben überlebt. Auch dass einge Früchte Blütenendfäule bekamen, bemerkte ich erst spät. So verlor ich wiederum jede Menge Tomaten. Mit dem Ausgeizen hatte ich es heuer auch nicht so – Wildwuchs ist die Folge. Obwohl ich heuer nur wenige Stunden für die Tomaten investierte, ist der Ernteerfolg nicht so schlecht.  Eigentlich genauso wie in den letzten Jahren. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass mich meine Tomaten zum Überleben nicht unbedingt brauchen.😉

Bauchbaumzünsler

In den Medien machte es in den vergangen  Wochen bereits die Runde. Bis zuletzt habe ich gehofft, davon verschont zu bleiben. Leider hat der Buchsbaumzünsler, ein asiatischer Schädling, den Weg in meinen Garten gefunden und ist drauf und drann, meine Buchsbestände kahlzufressen.

Der Großteil meiner Buchsbestände stammt aus dem Garten meiner Schwiegereltern, die diesen mit großer Leidenschaft pflegten, ihn jedoch aufgeben mußten. Mehrere Meter dichte Hecke und mehrere Solitärbuchsbäume habe ich mit 2 Mann Hilfe vor mehreren Jahren ausgegraben und in meinen Garten gesetzt. Sie sind allesamt gut angewachsen und es gab keinen einzigen Ausfall zu verzeichnen. So lebt der Garten meiner Schwiegereltern quasi in meinem weiter.

Nachdem sich der Buchsbaumzünsler nun mit rasender Geschwindigkeit in meinem Stadtteil ausgebreitet hat und kaum ein Buchs nicht davon betroffen ist, galt es zu handeln. Zuerst legte ich eine Plane um die Solitärbäume und rüttelte, sodaß die Raupen herunterfallen konnten – Fehlanzeige. Absammeln gaht ebenfalls nicht – die grünen Raupen sind kaum auszumachen und bei 2-stündiger Kontrolle habe ich gerade mal 4 (!) Raupen gefunden. Nun gab es für mich 2 Optionen:

  • nichts machen – die Natur walten lassen
  • Gift spritzen

Nun muß ich dazusagen, dass ich bisher noch kein einziges Mal in meinem Garten mit der Giftspritze ausgerückt bin und hatte das auch nie vor. Da die Buchsbestände jedoch einen hohen symbolischen  Wert besitzen, bin ich über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe  die Chemiekeule geschwungen.

Gebracht hat es genau gar nichts. Es ist einfach zu schwierig, in einem alten Buchsbestand alle Blätter zu benetzen. Der Buchsbaumzünsler frießt sich weiter unbeirrt durch die Blätter.  Meine beiden Nachbarn haben ebenfalls alte Bestände. Einer hat (noch) eine 2,5m hohe, ca. 10m lange Buchshecke, der andere 2 Solitärbäume mit einem Durchmesser von jeweils ca. 3-4m. Unmöglich zu spritzen- keine Chance auf Rettung. Beide haben ihre Buchs innerlich schon aufgegeben.

Auf Empfehlung von „Natur im Garten“ werde ich es nun der Raupe mit einem Bakterium entgegentreten. Infos darüber hier. Wenn dies auch nichts bringt, dann muß ich mir etwas anderes einfallen lassen.

-stefan-

Neues Insektenhotel

Zugegeben – mein neues Insektenhotel ist nicht mein einziges. Ein Kasten für Florfliegen, eine Unterkunft für Marien-käfer, ein umgedrehter Blumentopf, gefüllt mit Stroh, ein Ziegelstein mit Löchern, ein (Hart-)Rundholz mit verschieden größen Bohrlöcher sind fixe Bestandteile in meinem Garten. Nicht alle Behausungen werden von den gewünschten Gästen bewohnt.  So konnte ich bei der Marienkäferunterkunft in 3 Jahren keinen einzigen Marienkäfer sichten.

Ganz anders bei meinem neu installierten Insektenhotel, welches im letzten Jahr im Gewächshaus gestanden hat. Dort hat es jedenfalls massig Insekten angelockt. Dieses Wochenende wurde es ins Hochbeet geschleppt und dort fachmännisch😉 befestigt.
Egal ob es von Insekten angenommen wird oder nicht, hat es sich schon ausgezahlt. Denn erstens sieht es nicht schlecht aus und zweitens stammt es aus einem Projekt zur Förderung von behinderten Menschen. Und eines ist auch klar: Dies ist von allen Unterkünften die Schönste!

-stefan

Saisonopening

Lang, lang ist es her seit der letzte Artikel geschrieben wurde. In der Zwischenzeit ist einiges passiert. So erblickte vor wenigen Wochen unser Nachwuchs das Licht der Welt. Freue mich schon mit ihm zusammen die ersten Erbsen und Karotten zu säen. Wird zwar noch etwas dauern, aber Geduld ist ja die Tugend des Hobbygärtners.

In der Vorbereitung für den Garten bin ich heuer komplett im Hintertreffen. Meine Anzuchtstation im Keller wurde noch vor Weihnachten deaktiviert und an gleicher Stelle ein Vorratsraum eingerichtet. Somit tatsächlich keine eigenen Pflanzen heuer. Na ja, nicht ganz. Einige wenige Samen Chilis haund Tomaten habe ich doch in der Erde versenkt, wenn auch ohne Kunstlicht. Es handelt sich dabei  ausschließlich um Sorten, die ich sonst im Handel nicht bekomme.

Ansonsten verlasse ich mich heuer auf einige Verkäufer meines Vertrauens. Am kommenden Wochenende finden die Arche Noah-Jungpflanzenmärkte statt. Unter dem Motto „Feiern wir die Vielfalt“ werden jedes Jahr fast ausschließlich die gleichen Sorten angeboten.  Irgendwie eintönig. Aber es gibt ja auch Alternativen.

-stefan-

heute hui, morgen pfui – und/oder umgekehrt

Schon des öfteren habe ich erwähnt, dass es immer wieder Tomatensorten gibt, die jedes Jahr anders schmecken. Letztes Jahr z.B. kam die Brown Berry nicht besonders gut weg. Heuer wollte ich sie deshalb aus dem Programm nehmen. Wie es der Zufall so wollte, habe ich ihr noch eine Chance gegeben, und was soll ich sagen: Die Brown Berry hat die Chance genützt.

Nun stellt sich die Frage, ob die heuer enttäuschend schmeckende „Weiße Pfirsich“ im kommenden Jahr sich ähnlich verhält? Kann ich nur hoffen, denn der Renner war die Sorte nicht.

Besonders positiv überrascht haben mich jedenfalls folgende Sorten:

  • Flamme
  • Veni, Vidi, Vici

Nicht so toll wie im Vorjahr schmeckten mir heuer:

  • Carbon
  • Lemony
  • De Berao (2 verschiedene Sorten)

Die Klassiker, die bisher jedes Jahr gut abgeschnitten haben:

  • German Gold
  • Gary Ibsen’s Gold
  • Datterini
  • Black Cherry
  • Green Zebra (heuer besonders!)
  • Nonna Antonina
  • Feuerwerk

Die letzt genannten bilden den „harten Kern“, der auch im kommenden Jahr wieder kultiviert wird. Der Rest wird mit Sorten ergänzt, die ich noch nicht kenne.

-stefan-

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